Tag 5. So langsam kommen erste Reaktionen auf diese Aktion. Sie reichen von: Coole Sache, unterstütze ich! bis zu Warum zum Teufel soll ich Dir ein Rad für 805 Euro mitfinanzieren? Kann ich doch direkt an den guten Zweck spenden.

Die negativeren Stimmen sind okay. Ich habe nicht erwartet, dass mich alle für diese Idee feiern. Aber für mich ist es auch ein Spiegelbild dessen, was Freundschaften in den Sozialen Medien ausmacht. Es wird immer Menschen geben, die zwar viel mit Dir interagieren, meinen, sie müssten jeder Deiner Posts liken oder kommentieren. Wenn es aber ernst wird, zeigt sich, dass sie Dich überhaupt nicht kennen. Nicht, dass ich erwarte, dass jeder die Aktion gut findet. Den Anspruch habe ich nicht. Aber dass Freunde meine Motivation und mein Ziel dahinter verstehen, das erwarte ich schon. Ist das zu viel? Im Grunde ist es auch egal, denn die Anzahl der positiven Rückmeldungen ist größer und so manche treibt mir durchaus ein Tränchen in die Augen. Hier meine drei Highlights aus dieser Woche:

Imke Brodersen hat 20 Euro gespendet. Direkt am 1. Tag. Dann bin ich vor zwei Tagen über diesen Artikel auf ihrem Blog gestolpert: Warum ich „Ein Rad für Miss Geschick(e)“ unterstütze

Da schreibt sie, unter anderem: „Kleiner sportlicher Ansporn, liebe Tanya: Wenn der Betrag für dein Bike zusammenkommt UND du mindestens 1.001 Meilen schaffst, spende ich persönlich EUR 0,10 pro gefahrene Meile an die Lebenshilfe (bis maximal 2.000 Meilen).“

Rolf Leder hat 50 Euro gespendet und ist ebenfalls eine Selbstverpflichtung eingegangen: „Ich spende jetzt 50 Euro an dich. Bedingung/Selbstverpflichtung: Wenn du die Meilen schaffst, spendet die QualitiKs GmbH zusätzlich 500 Euro an die Lebenshilfe. Wenn du sie nicht schaffst, bekommt die Lebenshilfe ja 805 Euro von dir.“

Dabei hat Rolf noch nicht mal etwas davon, wenn ich meine Challenge antrete, denn er hat überhaupt nichts mit Sprachdienstleistungen am Hut. Ganz, ganz herzlichen Dank, Rolf. Es bedeutet mir unheimlich viel, dass Du mich hierbei unterstützt! Ich werde Dich nicht enttäuschen. 

Wiebke Scheel hat 25 Euro gespendet und schreibt auf XING (nachdem sie mitbekommen hat, dass ich wohl nicht ausführlich genug erklärt habe, dass es nicht um das Fahrrad, sondern die Sache an sich geht):

„Tanya hat in den letzten Jahren so verdammt viel Zeit, Energie und Herzblut in unsere Branche investiert und für uns geopfert. Und ich rede hier nicht (nur) vom DVÜD. Ich denke da an verbandsunabhängige Branchenveranstaltungen, die Übersetzer-Lounge und und und. Leider investiert sie jedoch so viel Zeit in ihre Arbeit und sonstigen Projekte, dass ihre Gesundheit schlicht zu kurz kommt. Daher die Idee mit dem Fahrrad und dass sie sich zwingt, mehr für ihre Gesundheit zu tun. Also warum nutzt ihr diese Kampagne nicht einfach dafür, Tanya zu danken und sie dabei zu unterstützen, dass sie endlich mehr für ihre Gesundheit tut? Eine solche ‚Spende‘ kann natürlich nicht im Mindesten aufwiegen, was Tanya für die Branche geleistet hat, aber es ist zumindest ein kleiner symbolischer Dank.“

♥ ♥ ♥ Mir war nicht klar, dass es da draußen auch Menschen gibt, die so von mir und meiner Arbeit denken. Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht gut mit Komplimenten oder gezeigter Dankbarkeit umgehen kann. Umso mehr rühren mich diese Worte.

Heute, Tag 5, beträgt der Stand 46 % und ich bin mir sicher, dass ich bis Mai die 805 Euro zusammenbekomme.

Herzlichen Dank ALLEN Spendern. Schön, dass ihr mich begleitet!!

Wer wissen möchte, wer schon alles #Bike4MissGeschicke unterstützt hat: Klick.