Copyright für das Beitragsbild: Steffi Kohl-Künzel

So, ich war also mal wieder auf einer branchenübergreifenden Veranstaltung und stelle fest: Das sollte ich öfter tun, als ich es eh schon tue. Wie das so oft ist, mit dem Netzwerken.

Heute fand anlässlich des Internationalen Weltfrauentags im TollHaus in Karlsruhe das (moderierte) BarCamp Creative. Fem. Net. statt. Gastgeber waren Kulturzentrum Tollhaus Karlsruhe e. V., K³ Kultur- und Kreativwirtschaftsbüro Karlsruhe und Karin Bacher Consulting & Coaching e. K. Karin Bacher führte charmant durch das Programm und hatte sichtlich Freude am Konzept. Es ging also darum, über das Netzwerken an sich – und im Besonderen unter Frauen – zu sprechen. Ich war mir selbst bis heute morgen noch nicht ganz sicher, ob ich selbst eine Session für den Nachmittag anbieten würde. Aber nachdem ich am Vormittag ein paar der Teilnehmerinnen kennenlernen durfte, sagte ich mir: Warum nicht. Völlig egal, dass ich nichts vorbereitet hatte – ging schließlich um ein BarCamp.

CFN_Karin Bacher

Moderation: Karin Bacher

Nach einem sehr unterhaltsamen Vortrag von Frau Zita Küng aus der Schweiz, die davon erzählte, dass Netzwerken und Verhandeln zwei Paar Schuhe sind, fasste ich mir ein Herz und bot doch eine Session an: Trends in den Digitalen Medien und deren Einfluss auf das (professionelle) Netzwerken. Wer hätte gedacht, dass doch einige Frauen Lust auf dieses Thema hatten, wo es doch so viele andere interessante Vorträge gab. Aber ich spielte meinen Trumpf aus (Trumpf: das was ich am besten kann, nämlich Dialog). Also schlug ich vor, eine Dialog-Session zum Thema zu halten, in der es nicht um Frontalunterricht gehen sollte, sondern um einen regen Austausch, zu dem ich gerne meine Sichtweise beisteuere.

CFN_Zita Küng

Zita Küng: Vortrag zum Thema Netzwerken (EQuality)

Wir haben natürlich überzogen. In meiner Session sprachen wir davon, dass Social Media und Digitale Medien in Zukunft noch intelligenter, auch auf emotionaler Ebene, werden und Persönlichkeit und Menschlichkeit eine immer größere Rolle spielen werden. Es reicht nicht mehr, ein tolles Projekt vorzustellen, User möchten mehr über die Menschen und deren Motivation dahinter erfahren. Gleichzeitig gilt es aber, eine Strategie zu finden, wie man den digitalen Seelenstrip vermeidet und nicht all zu viel von sich selbst bzw. Privates preis gibt. Definitiv eine Gratwanderung und von vielen Faktoren abhängig. Es ging auch darum, Verdruss und Stress im Umgang mit digitalen Medien zu vermeiden und Wege zu finden, Privates von Beruflichem angesichts der Trends zu trennen.

CFN_Tanya Quintieri-Session-Digitale Medien

Gruppenfoto nach meiner Session zum Thema
Trends in Digitalen Medien und deren Einfluss auf das professionelle Netzwerken

In der zweiten Session habe ich mich dann in den Vortrag von Lilia Kleemann, Produktdesignerin bei Baukind (Berlin) gesetzt. Sie sprach über die Einstellung zum Netzwerken an sich: Konkurrent oder Partner? Über den Mehrwert ungewöhnlicher Netzwerkpartner. Ihr Erfahrungsbericht bestätigte das, was ich schon immer sage: Beim Netzwerken sollte es nie um die Konkurrenz gehen, sondern um mögliche Synergien.

Kleine Anekdote am Rande … ich fand es schade, dass ich außer meinen eigenen Live-Beiträgen auf Facebook und Twitter keine Meldungen vernommen habe. Eine Dame, die am Event interessiert war, aber nicht teilnehmen konnte, sah einen meiner Posts auf Facebook, den ich gleich beim ersten Vortrag gepostet habe. Sie klickte auf mein Profil und von da hat sie sich weiter durch meine digitale Präsenz gewurschtelt. Sie hat mich per PN angeschrieben und nächste Woche treffen wir uns, um uns über ihre neue Website zu unterhalten. Netzwerken funktioniert also durchaus auch digital.

Fazit

Die Creative. Fem. Net. war wirklich gut. Der BarCamp-Charakter fehlte für mich, als erfahrene BarCamperin – doch die moderierte Version macht sicherlich Sinn, wenn so viele teilnehmen, denen das Konzept fremd ist. Das habe ich bei meinem ersten eigenen BarCamp ja genau so gemacht. Aber abgesehen davon, war es eine tolle Location, die Moderation und Gästebetreuung war herzlich und charmant, die Atmosphäre lud zum Netzwerken ein und die paar Männer störten auch nicht. ;)

Es lohnt sich durchaus, an solchen Veranstaltungen teilzunehmen. Ich nenne sie horizontale Veranstaltungen, weil sie netzwerktechnisch in die Breite gehen, wobei Fachveranstaltungen (in meinem Fall Medienveranstaltungen und Veranstaltungen für Übersetzer und Dolmetscher) eher vertikal sind, weil sie in die Tiefe der Materie gehen. Beide lohnen sich immer wieder.

Im nächsten Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei. Danke an Karin Bacher und ihr Team!

Für meine neuen Kontakte

Hier ein paar der Infos, die ich versprochen hatte.

  • Das xl8Camp – BarCamp für Übersetzer und Dolmetscher
    27. + 28. Juni 2015, irgendwo im Rhein-Main-Gebiet. Website
  • Die #DKonf2015 – DialogKonferenz für Sprachdienstleister und ihre Auftraggeber
    2. + 3. Oktober 2015, Hamburg. Website
  • PinkTies | Das Netzwerk für die erfolgreiche Frau
    Bald mit eigenen Veranstaltungen! Website
  • Ich freue mich über Kontaktanfragen / Follower-Innen auf: 
    XING, Facebook, Instagram, LinkedIn, Medium, Twitter